Das Tischgebet bei der Kommunion

Tisch Gebet

Das Einführungssakrament der Kommunion ist direkt mit Essen und Trinken verbunden. Das Kind erhält das erste Mal die geheiligten Speisen Brot und Wein des Abendmahls. Da ist es nur natürlich, dass bei der anschließenden Feier auch Festmahl und Tischgebet besondere Beachtung finden.

Wie könnte das Tischgebet zur besonderen Feier der Kommunion gestaltet werden?

Was kommt auf den Tisch?

Einige Familien haben Zeit und Lust, große Speisen vorzubereiten und daheim zu feiern. Andere gehen in ein Restaurant oder wenden sich an einen Catering-Service. Manche Familien nehmen im kleinen Kreis ein einfaches Mittagessen zu sich. Allen ist aber gemeinsam, dass die Feier sie bewegt hat – und das Kind jetzt einen wichtigen Schritt gegangen ist.

Das gemeinsame Essen nach der Kommunion ist eine schöne Tradition, um sich auf die katholischen Werte zu besinnen und den Augenblick zu würdigen. Auch das Tischgebet sollte dieser besonderen Situation Rechnung tragen – wie auch immer die Mahlzeit gestaltet wird. Wenn Angehörige viel Zeit und Mühe in ein ansprechendes Buffet investiert haben, kann dafür im Tischgebet besonders gedankt werden – aber auch bei einem einfachen Essen ist es angebracht, Dankbarkeit zu zeigen.

Wer betet?

Das Kind hat sicher schon das ein oder andere Tischgebet gesprochen. Jetzt, nach der Kommunion, kann es durchaus im Rahmen des Tischgebetes auch vom Abendmahl sprechen und seine Gedanken dazu aussprechen. Und als kleine Hauptperson des Festmahls ist es angemessen, sich bei den Eltern, Geschwistern und Angehörigen für die Feier zu bedanken. Während ein alltägliches Tischgebet meistens auf die Dankbarkeit für einen vollen Teller beschränkt ist, sollte bei der Kommunion auch allen Teilnehmern für ihre Anwesenheit und Mühe gedankt werden.

Es ist eine schöne Geste, wenn das Tischgebet durch ein paar Worte des Paten oder der Eltern eingeleitet wird, und das Kind dann das Gebet weiterspricht. Diese Vorgehensweise ist auch ideal für etwas schüchterne Kinder.

Gerade Paten können die Kommunion als wesentlichen Schritt des Kindes bezeichnen, den sie an seiner Seite gegangen sind – man kann auch gut beide nebeneinander am Tisch platzieren.

Welche Elemente hat das Tischgebet zur Kommunion?

Es ist immer am Schönsten, wenn Worte aus dem Herzen kommen. Lange, vorbereitete Reden sind unpassend für ein Tischgebet – schließlich haben alle Gäste eine bewegende Feier hinter sich und sitzen vermutlich hungrig am Tisch.

Das Tischgebet sollte daher nicht zu langatmig sein, aber auch kein typischer Standard-Spruch. Kinder müssen ein Gebet nicht auswendig aufsagen, es ist schön, wenn sie auf einem Zettel ein paar Stichworte mit den Eltern oder Paten ausgewählt haben.

Ideen für Elemente des Tischgebets sind:

  • Dankbarkeit, dass alle Gäste hier versammelt sind
  • Fürbitte für die, die nicht teilnehmen können
  • Kurzer Rückblick zur Kommunion: „Jetzt darf ich geheiligte Speisen empfangen“
  • Überleitung zum Essen, Dankbarkeit für die Köche/Sponsoren
  • Fürbitte für all die, die so eine Feier nicht erhalten
  • Ein Beispiel für das Tischgebet bei der Kommunion:

Worte des Erwachsenen:

„Ich bin dankbar, dass wir alle uns zu diesem Anlass versammeln konnten. Ich durfte das Kind bis zu diesem Tag begleiten und möchte es auch in Zukunft tun. Herr, ich danke für diesen Tag, diese Feier, diese Nahrung. Segne das Kind und unser gemeinsames Festmahl.“

Worte des Kindes:

„Lieber Gott, danke, dass so viele Menschen gesund mit mir an diesem Tisch sitzen und gemeinsam mit mir feiern – und bitte, schenke auch denen, die nicht anwesend sein können, ein ganz besonders gutes Essen. Ich danke Dir, dass ich nun auch geheiligte Speisen essen darf – aber ich danke Dir auch, dass heute hier alle meine Lieblingsgerichte stehen. Deine Güte hat uns all diese Speisen beschert – und Du hast meinen Eltern/den Köchen/meiner Tante die Kraft und Geduld gegeben, alles für uns vorzubereiten.

Danke, dass Du bei mir bist – und bitte fülle auch denen die Teller, die keine solche Feier erleben dürfen. Wir wollen uns nun schmecken lassen, was Du uns geschenkt hast. Amen.“

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