Wann wird in Deutschland die Kommunion gefeiert?

Wann wird die Kommunion gefeiert?Zur Kommunion sind katholische Christen zugelassen, die in vollkommener Einheit mit ihrer Kirche und deren Lehre leben. Sie richten sich in ihrer Lebensgestaltung nach den zehn Geboten. Während der heiligen Kommunion empfangen die Gläubigen das Gemeinschaftsmahl Christi. Dieses Ritual trägt den Namen Eucharistie. Brot und Wein symbolisieren den Leib und das Blut von Jesus Christus. Die geteilte Hostie steht für das Brot, den gewandelten Leib.

Die Taufe ist die Voraussetzung für die Teilnahme an der Kommunion. Untrennbar verbunden mit der Kommunion ist die Beichte.

Das Kommunionalter der Kinder

Gegenwärtig nehmen Kinder im Alter von acht bis neun Jahren erstmals an der Eucharistiefeier teil. Meist sind die Kommunionkinder zu diesem Zeitpunkt in der dritten Klasse. Das war nicht immer so.

In der Vergangenheit gab es verschiedenen Altersgrenzen. Mal war es das vollendete siebte Lebensjahr. Es gab auch bereits eine Altersgrenze von zwölf bis 14 Jahren.

Grundsätzlich verknüpft die katholische Kirche den Zeitpunkt der Erstkommunion mit dem Vernunftgebrauch des Gläubigen. Sie spricht vom „Alter der Unterscheidung“. Kriterien wie richtig oder falsch, gut oder böse werden im Alter von acht bis neun Jahren bereits erkannt.

Die Erstkommunion ist von höchster Bedeutung für die Katholiken. Mit der Teilnahme werden die Kinder in den Kreis der gläubigen Gemeinschaft aufgenommen. Sie nehmen von nun an regelmäßig am Gemeinschaftsmahl der Kirchengemeinde teil.

Voraus geht eine Vorbereitungszeit

Kommunionzeitpunkt ist unterschiedlichDer Erstkommunion geht eine intensive Vorbereitung auf das Ereignis voraus. Von zentraler Bedeutung sind dabei das Leben Christi, die Symbolik der Eucharistiefeier, die Lebensführung nach den zehn Geboten sowie der Stellenwert der Beichte. Meist sind es zehn Termine, an denen sich die Kinder treffen.

In altersgerechter Art und Weise wird das Wissen spielerisch-aktiv vermittelt. Die Betreuung und Wissensvermittlung übernehmen engagierte Gemeindemitglieder. Die Vorbereitung beginnt meist im September des Vorjahres. Sie ist um die jährlich wechselnde Osterzeit abgeschlossen.

Darauf folgt die feierliche Erstkommunion. Sie wird durch einen Priester, Bischof, Weihbischof oder Diakon ausgeführt.

Termine: wann feiert man die Kommunion?

Die Termine für die Erstkommunion sind von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Traditionell ist es der erste Sonntag nach Ostern. Dieser Tag ist auch als „Weißer Sonntag“ bekannt. Eingeführt wurde dieser Termin in der Schweiz des 17. Jahrhunderts. Der „Weiße Sonntag“ erhielt seinen Namen aufgrund der weißen Gewänder, die schon damals zur Feier getragen wurden.

Dieser Brauch hat sich bis heute erhalten. Die Mädchen tragen sie heute noch. Die weißen Kleider werden „Albe“ genannt und gehen auf die Taufgewänder der frühen Christen zurück. Sie sind ein Symbol der Reinigung durch das Taufwasser. Eng verbunden damit ist die Tauferneuerung, die von einigen Gemeinden zum Osterfest angeboten wird.

Weitere Termine für die feierliche Erstkommunion sind die darauffolgenden Sonntage, die sich bis kurz vor Christi Himmelfahrt hinziehen.

Selbiges gilt für Erwachsene

Erwachsene, die sich zum katholischen Glauben bekennen wollen, durchlaufen die selben Phasen wie die Kinder. Sie bereiten sich in Gruppen- und Einzelgesprächen auf die Taufe und die Erstkommunion vor. Sie erhalten zunächst in einem Gottesdienst die Zulassung zur Taufe.

Das Prozedere wird mit der Taufe selbst, der ersten Eucharistiefeier und der Firmung in einem großen Gottesdienst in der jeweiligen Pfarrkirche vollendet. Die geistige Betreuung liegt in den Händen der Priester, Bischöfe und Diakone am Wohnort.

Fazit: Kirchengemeinden bestimmen Termin der Kommunion selbst

Egal ob für das Jahr 2015, 2016 oder 2017. Jahr für Jahr legen die Kirchengemeinden in eigener Verantwortung den Termin der Erstkommunion fest. Der genaue Zeitpunkt und das Kommunionalter ist immer von den genauen Gegebenheiten vor Ort abhängig.

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